Damen I bezwingen starke Gäste aus Burgstetten mit famoser Teamleistung - Damen II trotz ansprechender Leistung am Ende aus Doppelspielwochenende ohne Punktausbeute - Damen III erringen Kantersieg bei der einzigen "Pflichtaufgabe" der Saison  >>

Damen Oberliga Baden-Württemberg:
TSV Herrlingen I – TTV Burgstetten > 8:5
Ein solcher Erfolg gegen das erstmals in Bestbesetzung angetretene Team aus Burgstetten war nicht unbedingt zu erwarten. Deshalb fühlt sich dieser Erfolg mit einer solch kompletten Teamleistung dann auch so unglaublich gut an. Die Oberliga Baden-Württemberg erweist sich augenblicklich als nicht wirklich berechenbar, da zu viele Team in völlig „wirren“ Aufstellungen für seltsam anmutende Ergebnisse sorgen. Doch unser Team hat sich vorgenommen davon unbeeindruckt zu bleiben und jede sich stellende Herausforderung anzunehmen und das Beste daraus zu machen… - und am Ende des letzten Spieltags wird dann eben abgerechnet.

Katrin Honoldim Bild rechts >> unbändig, unkonventionell und mit einem unglaublichem Siegeswillen... - Katrin Honold warf gegen den TTV Burgstetten alles in die Waagschale und blieb gnadenlos erfolgreich.

Der Heimerfolg gegen den TTV Burgstetten hatte gleich vierfach überaus positive Aspekte parat. Zu einem kann man sich in einer „Wohlfühl“-Umgebung auf sein Spitzenpaarkreuz verlassen. Sonja Kaiser zeigte zuerst gegen Abwehrstrategin Jutta Ernst ein spektakuläres Tischtennis beim 3:0-Erfolg, ehe sie im weiteren Spielverlauf später gegen eine ihrer „Angstgegnerinnen“ Ines Marquardt nach langer Zeit mal wieder mit 3:1-Sätzen niederringen konnte. Katrin Honold trat den wahrlich starken Gegnerinnen mit einer derartig imponierenden Kopf- und Willensleistung entgegen, welche von Niemanden im Einzel zu bezwingen war. Zuerst entzauberte sie mit 3:2-Sätzen die neue Nr.1 der Gäste, Jenny Klemann, ehe sie mit einer unglaublichen Geduld und wortwörtlichen „Angriffsschupfbällen“ die Abwehrerin Jutta Ernst „Schach matt“ setzte und im letzten Einzel selbst mit einer offenen Blase an der Schlaghand einen sicheren 3:0-Erfolg zum 8:5 Sieg heimspielte. Maike Lenz überzeugte mit toller Einstellung und gab zu keinem Zeitpunkt und bei keinem Spielstand eine Partie verloren und holte neben einem tollen Doppelsieg an der Seit von Sonja Kaiser einen starken 3:1-Erfolg gegen Andrea Winter und war bei ihren knappen Einzelniederlagen unglaublich stark. Zu guter Letzt gab es zusätzlich ein ganz besonderes Debüt – denn mit Saskia Hamel warf der TSV eine junge Spielerin ins Rennen in dieser wichtigen Partie. Saskia überzeugte mit überaus starken Auftritten in Doppel und Einzel und konnte mit einem Erfolg über die routinierte Andrea Winter bei einer knappen Niederlage gegen Ines Marquardt einen tollen Einstand bei ihrem ersten „Volleinsatz“ im Team feiern. Eine wirklich imposante Leistung des Herrlinger Oberligateams in einer Partie über 218 Minuten.

Damen Verbandsliga:
VfR Altenmünster - TSV Herrlingen II > 8:6
Das Duell beim Oberligaabsteiger in Altenmünster war für unsere Damen leider vom Start weg etwas unglücklich verlaufen. Zu schnell sah man sich nach dem Verlust beider Doppel und einer Nullnummer im Spitzenpaarkreuz einem 0:4-Rückstand entgegen. Danach konnte unser Team jedoch zur Aufholjagd ansetzen und konnte den Gastgeber bis ins letzte Spiel zwingen. Der letzte Einzeldurchgang sollte dann einen ganz verrückten Verlauf ausweisen, denn jeweils beide Spielerinnen des 2. Paarkreuzes konnten das Spitzenpaarkreuz des Gegners etwas überraschend niederringen. Aus unserer Sicht leider sehr ärgerlich, da man in diesen Durchgang mit einen 4:6-Rückstand hineinstartet. Überragende Herrlinger Akteurin in Altenmünster war Corinna Pawlitschko mit 3 Einzelerfolgen, gefolgt von einer überzeugenden Patrizia Ott mit 2 Einzelsiegen. Den 6. Zähler steuerte Nicole Kiessling bei – leider war damit die knappe Niederlage nicht zu verhindern.

Corinna Pawlitschkoim Bild rechts >> die neue Liga scheint Corinna Pawlitschko gut zu gefallen... - gegen den VfR Altenmünster und den TTC Frickenhausen konnte unsere Coco mit sehr starken Erfolgen gleich 5 Einzelsiege in der Verbandsliga "erzwingen" - leider blieb das Team der Damen II dennoch ohne Punkte am Wochenende.

TSV Herrlingen II – TTC Shakehands Frickenhausen II > 4:8
Die Vortagesniederlage war noch nicht so richtig verdaut und schon stand mit dem Duell gegen den wirklich starken Aufsteiger aus Frickenhausen auf dem Programm. Ein Gegner ohne wirklich auszumachende Schwäche. Leider wurden auch hier zu Beginn beide Doppel zu schnell verloren. Bis zum 1:7-Rückstand konnte „nur“ Nicole Kiessling mit einem ganz starken 3:0-Erfolg gegen Natalie Weichel den einzigen Herrlinger Zähler erringen. Unsere Edith Karl blieb dabei in zwei starken Auftritten leider im Entscheidungssatz immer etwas glücklos und musste zweimal ihren Gegner gratulieren. Corinna Pawlitschko konnte dann mit einem 3:2-Erfolg nochmals zum Anschluss punkten, ehe eine starke Patrizia Ott gleich nochmals nachlegen konnte und die Partie nochmals einen „Aber Hallo“-Effekt erhielt. Erneut Coco Pawlitschko mit einer famosen Leistung beim 3:0-Erfolg über Frickenhausens Nr.1, Natalie Weichel, brachte die Verkürzung zum 4:7. Doch der Gast konnte dann die Herrlinger Aufholjagd abbiegen und vollendete zum 8:4. Aus zwei guten Auftritten konnte unser Team damit leider keine Punkte auf der Habenseite verbuchen und damit steht nun endgültig fest – es wird eine „knüppelharte“ Aufgabe werden in dieser Saison den Klassenerhalt zu realisieren. 

Damen Landesliga Grp.4:
TSV Herrlingen III – TG Biberach > 8:0
Das Duell gegen das eigentlich schon feststehende Absteiger-Team der TG Biberach verlief für unsere Damen wie erhofft einseitig erfolgreich. Für Teamchefin Heidi Bunk war dieser Erfolg dennoch eine wirkliche Erleichterung, denn zu einem gelang ihr persönlich der angestrebte erste Landesliga-Einzelerfolg und zum anderen kann der hohe Erfolg am Ende ja vielleicht noch in der Frage um den Klassenerhalt wichtig werden. Bei diesem deutlichen Heimsieg punkteten für unser Team Saskia Hamel, Sabrina Götzfried, Luisa Hagmeyer sowie eben die Teamchefin Heidi Bunk höchstpersönlich. 

Text: Wolfgang Laur | Foto: Manuel Michaelis